LueneZeit

Zeitung f. Stadt und Land

Luenezeit – zeit in lueneburg

Zeit in Lüneburg, einer wunderschönen, malerischen fast 80000 Einwohner zählenden Kleinstadt südöstlich von Hamburg. Im Norden und Osten wird Lüneburg im Abstand von 10 bis 20 km von der Elbe “gestreift”, dem heiligen Fluss. Durch die Universitätsstadt selbst fließt die liebliche Illmenau, meist Wiesenfluss, der aber in der Stadt fünf Mühlen betrieb.

Hier leben wir: Uli, Mirja, Doran, Claudia, Birgit, Peter, Darjo, Jan-Moritz, Ronald mit Andrea, Wolfgang, Jost, Claus und Klaus, u.v.a.m. Lüneburg hat in Deutschland die meisten Straßenkaffees pro Einwohner und neben Freiburg und Burg auf Fehmarn die meisten Sonnentage. Etwa 10000 Studenten. Mittelständische Industrie. Viel Tourismus, der durch eine Fernsehserie: “Rote Rosen”, noch erheblich zunahm.

Einen arroganten, aggressiven (im internen Kreis), jovial, freundlichen (in der Öffentlichkeit) Oberbürgermeister von der SPD, namens Ulrich Mägde. Man hat ihm gerade einen Preis verliehen, weil er sich so um die Pflege des Einzelhandels in der Innenstadt bemüht hätte. Katastrophe. Die Lüneburger Einzelhändler gehen kaputt, wie überall und die Kettenläden nehmen überhand.

Die LZ (Landeszeitung Lüneburg) die das Informationsmonopol besitzt, Chefredakteur Steiner, einem Freund des Bürgermeisters. Der Landrat, Herr Nahrstedt, ist ein Parteifreund des Bürgermeisters. Über den Parteifreund hinaus als Freund gilt wohl noch Herr Gabriel, der Bundesumweltminister. Ja, Herr Mägde hat seinen Kreis aufgebaut. Die Stadtbaurätin hat versagt. Von Kreativität keine Spur.

Die alte Ästhetik der Stadt bekommt Risse. Eine Umgehung der Innenstadt, die zum Himmel stinkt. Eine Illmenauquerung, die schlechter nicht sein könnte. Ein Neubau einer Brücke, wo touristischer Höhepunkt sein könnte, aber auch Erholungshöhepunkt für die Städter. Durch die Abtrennung dieses Teils der Stadt ist es ein Treffpunkt für Alkoholiker und Penner, entsprechend riecht es dort.

Dennoch lieben wir diese Mauern. Aber wir wollen die Entwicklung nicht Herrn Mägde und seinen Freunden überlassen. Es gibt engagierte Wirte, die trotz Knüppel zwischen den Beinen, weiter kämpfen. So gibt es inzwischen nach 10jähriger Planungsfase einen Ponton auf der Illmenau vom Restaurant Schallander. Na, andere Großinvestoren wie Sallier, oder Classen, die dürfen alles, auch ein Manske. Aber wenn der Kurde Mehmed, der das best laufende Innenstadtkafe´ betreibt im Sommer eine Wasserrieselanlage an seiner Hauswand installiert, um die Lüneburger “Hundstage” erträglich zu machen, dann wird es verboten.

Wo war noch mal Kurdistan Herr Sallier. Ja bei Herrn Sallier, da schaut man nicht so genau, er könnte ja nach Kurdistan auswandern und mit ihm Arbeitsplätze. Er darf die Altstadt verschandeln, ist er doch vermutlich mit Herrn Steiner und Herrn Mägde, siehe oben befreundet?

Wir wollen gegen anschreiben, gegen an arbeiten und wollen Ideen einlfließen lassen in die Stadtdiskussion. Wir wollen raus aus dem spießigen Mief der letzten 500 Jahre, als das weiße Gold, nämlich Salz in der Saline von Lüneburg gefördert wurde und die reichen Bürgerhäuser entstanden. Hier haben wir Heimat gefunden aus über 100 Ländern der Welt (Lüneburg beherbergt über einhundert verschiedene Nationalitäten), und aus allen Teilen der neuen deutschen Republik, der freien Republik. 

Die freie Republik Wendland, mit ihrem Salzstock bei Gorleben liegt vor der Haustür und das steckt an. Gibt es doch jedes Jahr zwischen Himmelfahrt und Pfingsten die sogenannte “Kulturelle Landpartie” durch das Wendtland. Und in jedem Dorf gibt es irgendeinen Bauern, der gegen Gorleben als Atom-endlager-stätte ist und dessen Kinder inzwischen zumindestens Künstler sind, wenn nicht gar Phiosoph oder so was ähnliches.

Und jetzt wollen die Lüneburger auch in die Kultur rein. Herr Ulrich Mägde hat es schon geschafft, dass Lüneburg wieder Hansestadt heißt, jetzt soll die Stadt auch noch zum Weltkulturerbe gezählt werden (vielleicht wäre es hilfreicher wenn man die Antarktis in das Weltkulturerbe aufnähme oder bestimmte Apfelsorten aus Lüneburg oder den Tiger). Aber auch von unten regt sich was und wer.

Pires wagte es, als junger Portugiese mit seiner hübschen, klugen und freundlichen, herzlichen Freundin über die Ich-AG ein portugiesisches Kaffe am laufen zu halten. Und der Mondmann an der Nordostflanke der Altstadt hält sich auch schon seit drei jahren als alternativer “nonspießig-lowbudget-kulturerbe-laden). Und da mitten drin nun Lena mit Anna´s Cafe´und dem allerleckersten selbstgebacktenen Kuchen und Schlagsahne und in Lüneburg bei Rasch geröstetem Kaffee. Dort am Berge vorbei gehen und den frisch Gerösteten riechen ist allemal wie in Herakleon auf Kreta.

Da regt sich eine Kulturszene mit Künstlern, wie Svantje, Joann, Sandra, Berhard, Jan, Musikern wie Martin oder Ulf. Wobei ich ja kaum jemanden kenne, weil ich immer nur Zuhause sitze, keinen Fernseher besitze, keine Zeitung lese, und auch sonst kaum unter Leute komme. Aber gegen anschreiben, was. Das sind mir vielleicht welche. Und das auch noch innem blog. Ich glaub dir blogged der Hafer. Schreibt mir und uns, den Makern und Takern von LueneZeit.

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